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Patientenvolumen

Das Patientenvolumen der Mauerseglerklinik (bzw. früher: "Mauerseglerstation") stieg in den Anfangsjahren stetig an und pendelte sich seit 2003 zwischen 500 und 700 Seglern pro Saison ein, wobei die scheinbaren Rückgänge ab 2007 artifiziell begründet sind. 2010 wurde die 700er-Marke erstmals überschritten.

 

Anzahl der pro Jahr in der Mauerseglerklinik behandelten Patienten.
Tabellarische Übersicht: Entwicklung der Patientenzahlen 1994-2010
Jahr Altvögel frei Altvögel tot Jungvögel frei Jungvögel tot Summe
Summe 744 704 4098 922 6468
1994 0 1 6 7 14
1995 2 2 33 17 54
1996 9 5 38 5 57
1997 3 8 71 19 101
1998 11 13 117 22 163
1999 27 34 146 27 234
2000 39 31 251 31 352
2001 41 33 244 44 362
2002 56 42 187 47 332
2003 64 69 317 72 522
2004 69 63 413 71 616
2005 66 64 308 64 502
2006 65 57 439 81 642
2007 65 64 360 87 576
2008 58 64 321 80 523
2009 88 79 420 110 697
2010 81 75 427 138 721

Die Fluktuationen von 2003-2010 sind einerseits durch Umweltfaktoren begründet, die sich auf das (Brut-)Verhalten der Mauersegler auswirken. In besonders heißen Jahren springen beispielsweise mehr Jungvögel aus ihrem Nest, um dem Hitzetod zu entgehen. Entsprechend werden mehr hilfsbedürftige Jungvögel gefunden und in die Klinik gebracht.

 

Andererseits musste die Klinik seit 2007 temporäre Aufnahmestopps verhängen, weil die Kapazitätsgrenzen schlichtweg gesprengt wurden. Die folgende Grafik zeigt die tägliche Auslastung der Mauerseglerklinik im Jahr 2010. Bei ca. 180 Patienten wurde ein Aufnahmestopp für unkomplizierte Findlinge verhängt, den Findern wurde Hilfe durch telefonische Beratung und die Informationen auf der Homepage angeboten. Notfälle wurden weiterhin aufgenommen. Die Patientenzahl stieg daher noch auf über 270 Segler an, was weit jenseits der Kapazitätsgrenze liegt. Eine so hohes Patientenvolumen ließ sich nur noch durch völlige Selbstaufgabe der Helferinnen marginal bewältigen und ist bestenfalls kurzfristig durchzuhalten. Bei einem derartigen Ansturm von Mauersegler-Findlingen ist eine adäquate fachgerechte Versorgung der Tiere schließlich nicht mehr möglich, da weder personell, finanziell noch räumlich die Voraussetzungen dafür gegeben sind. Eine Beschränkung der Anzahl stationärer Patienten wird daher wohl auch in Zukunft unvermeidlich sein, so schwer es auch fällt, hilfsbedürftige Findlinge abweisen zu müssen.

 

Jede zusätzliche Hilfe ist in einer solchen Notlage willkommen. Da die meisten Arbeitsbereiche in der Mauerseglerklinik jedoch einer Einarbeitungszeit bedürfen, müsste solche Hilfe sich bereits zu Beginn der Saison finden. Das Einarbeiten neuer HelferInnen im Stress der Hochsaison ist schlichtweg nicht realisierbar.

 

Auslastung der Mauerseglerklinik in der Saison 2010 nach Tagen

Wie auch in den vergangenen Jahren kam der Großteil der behandelten Segler aus Frankfurt/Main oder aus einem Umkreis bis zu 50 km. Jedoch wurden auch 2010 wieder viele Segler aus ganz Deutschland und auch aus dem europäischen Ausland zu uns gebracht. Die nachfolgende Grafik vermittelt einen groben Eindruck von der geografischen Verteilung der Herkunftsorte (nur Deutschland).

Geografische Herkunft der im Jahr 2010 behandelten Segler.

 

Knapp die Hälfte aller Patienten wurde 2010 von anderen Institutionen überwiesen, darunter hauptsächlich Pflegestellen, Tierheime und Tierärzte/-kliniken. In den meisten Fällen wandten sich die Finder jedoch direkt an die Mauerseglerklinik.

 

Herkunft der im Jahr 2010 behandelten Segler nach Institutionen.

Sandäckerstr. 43
D-65933 Frankfurt

Tel.:+49(69)35 35 15 04
mobil:+49(1 73)36 04 16 7
Wir nehmen nur Segler an! Anfragen zu anderen Vogelarten werden nicht beantwortet!
Infos zu anderen Vogelarten: http://www.wildvogelhilfe.org/
 
Stand: Januar 2012
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